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Ein Leitfaden zum Baden deines Hundes: Für saubere Pfoten und gute Laune in der Wanne

  • 29. Jan.
  • 6 Min. Lesezeit
Kleiner brauner Hund mit rotem Halsband steht in einer weißen Badewanne. Hintergrund unscharf, sanfte Stimmung.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Leigh und seinem engagierten Team vom Morton Dog House, einem Zentrum in Grossbritannien, das Hundetagesbetreuung, Hundepension und Hundetraining anbietet..


Morton Dog House ist ein familiengeführtes Unternehmen mit viel Herz für Hunde. Leigh und sein Team arbeiten nach ethischen, gewaltfreien Grundsätzen und setzen auf positive Verstärkung sowie alltagsnahes Enrichment, um Hunde körperlich und emotional bestmöglich zu unterstützen. Sie kennen die Anforderungen des modernen Lebens und wissen, wie schwierig es sein kann, Arbeit, Alltag und die Bedürfnisse eines Hundes in Einklang zu bringen – und genau dabei helfen sie Familien, Balance, Harmonie und Lebensqualität für alle Beteiligten zu finden.


Wenn du mehr über ihre Arbeit erfahren möchtest, besuche die Webseite von Morton Dog House .


Ein herzliches Dankeschön an Leigh und das Team vom Morton Dog House für das zur Verfügung stellen dieses Beitrags!

Der schmutzige Hund

Jede Hundehalterin und jeder Hundehalter kennt das: Manche Hunde haben ein echtes Talent dafür, bei ihren täglichen Abenteuern schmutzig zu werden – sei es beim Toben im Park oder bei einem Spaziergang durch matschiges Gelände. Dafür zu sorgen, dass dein Hund sauber bleibt, ist nicht nur wichtig für seine Gesundheit, sondern auch für ein angenehmes und gepflegtes Wohnumfeld. Zu wissen, wie man einen Hund richtig badet, ist entscheidend, denn es gehört deutlich mehr dazu als ein kurzes Abspülen. In diesem Leitfaden schauen wir uns effektive Waschmethoden und geeignete Produkte an, um deinen Hund sauber und zufrieden zu halten.


Baden dient nicht nur dem äusseren Erscheinungsbild. Eine gründliche Wäsche hilft, lose Haare, Hautschuppen und alltäglichen Schmutz zu entfernen. Gleichzeitig unterstützt sie ein ausgeglichenes Hautmilieu sowie ein gesundes, natürlich glänzendes Fell.


Bei manchen Hunden geht das Baden über die normale Fellpflege hinaus. Hunde mit bestimmten Hauterkrankungen benötigen möglicherweise spezielle Badeintervalle oder Produkte als Teil ihres Behandlungsplans – entsprechend der Empfehlung einer Tierärztin oder eines Tierarztes.



Wie oft sollte ein Hund gebadet werden?


Es gibt keinen festen Zeitplan. Wie oft ein Hund gebadet werden sollte, hängt vom einzelnen Tier, seinem Felltyp, seinem Lebensstil und seiner Hautgesundheit ab. Grundsätzlich sollten Hunde nur dann gebadet werden, wenn es wirklich notwendig ist.


Ein Bad ist in der Regel erforderlich, wenn ein Hund unangenehm riecht oder das Fell deutlich mit Schmutz oder Matsch verklebt ist.


Wenn dein Hund nach „Hund“ riecht, ist das völlig normal. Viele Hunde haben einen deutlichen Eigengeruch, der für Menschen nicht immer angenehm ist, aber trotzdem gesund und unproblematisch sein kann. Solange dein Hund nicht verschmutzt ist und kein ungewöhnlich starker oder veränderter Geruch auftritt, ist ein Bad in diesem Moment nicht notwendig.


Zu häufiges Baden kann Haut und Fell austrocknen und zu Problemen führen. Wird nur bei Bedarf gebadet, bleiben die natürlichen Schutzöle von Haut und Fell erhalten, was hilft, die Haut gesund und widerstandsfähig zu halten.


Hunde mit Hautproblemen benötigen möglicherweise andere Badeintervalle als Teil ihres Behandlungsplans. Deine Tierärztin oder dein Tierarzt kann hierzu beraten.


Auch Hunde, die regelmässig schwimmen gehen, benötigen unter Umständen weniger Bäder, da Schwimmen eine ähnliche reinigende Wirkung haben kann.


Drei nasse und schmutzige Hunde stehen auf einer grünen Wiese, umgeben von blattlosen Bäumen. Sie wirken fröhlich und neugierig.

Wenn du bei deinem Hund einen unangenehmen Geruch feststellst, kann dies daran liegen, dass er sich in etwas Übelriechendem gewälzt hat. Wenn sich jedoch keine äussere Ursache feststellen lässt, sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden, um medizinische Ursachen wie Haut- oder Ohrprobleme auszuschliessen.



Vorbereitung auf das Baden

Bevor du mit dem Waschen beginnst, lohnt sich eine gute Vorbereitung. Wähle einen passenden Ort, lege alle benötigten Utensilien bereit und hilf deinem Hund, sich mental auf das Bad einzustellen. Das macht die Situation für euch beide deutlich entspannter.

Den richtigen Ort wählen

Der Ort, an dem du deinen Hund badest, kann das gesamte Erlebnis beeinflussen. Eine ruhige und sichere Umgebung ist entscheidend. Für kleinere Hunde kann ein Waschbecken oder eine Badewanne ausreichen, während grössere Hunde möglicherweise einen Aussenbereich benötigen.


Drinnen oder draussen: Drinnen bietet eine kontrollierte Umgebung und ist besonders bei kaltem Wetter ideal. Draussen gibt es mehr Platz, setzt jedoch geeignetes Wetter voraus.

Grösse deines Hundes berücksichtigen: Der gewählte Bereich sollte deinem Hund ausreichend Platz bieten, damit er sich sicher und nicht eingeengt fühlt.

Sicherheit geht vor: Sichere rutschige Flächen (z. B. mit einer Gummimatte), um Unfälle zu vermeiden.


Die richtige Wahl des Ortes kann die Durchführung des Bades deutlich erleichtern.


Alle benötigten Utensilien bereitlegen

Wenn alle notwendigen Dinge griffbereit sind, läuft das Baden ruhiger und effizienter ab. Zu den grundlegenden Utensilien gehören hundegeeignetes Shampoo, Handtücher, Bürsten und allenfalls ein Hundebademantel. Es ist wichtig, ausschliesslich Produkte zu verwenden, die speziell für Hunde entwickelt wurden, um Hautreizungen zu vermeiden.


1. Shampoo: Wähle ein mildes, speziell für Hunde entwickeltes Shampoo, um die Haut deines Hundes zu schützen.

Wichtig: Verwende niemals normales Menschenshampoo bei deinem Hund, da es für einen anderen Haut-pH-Wert entwickelt wurde und die natürliche Hautbarriere stören kann. Dies führt oft zu Trockenheit, Reizungen und Hautproblemen.

2. Bürste: Das Bürsten vor dem Bad hilft, lose Haare zu entfernen und Verfilzungen zu lösen.

3. Waschlappen: Ein Waschlappen eignet sich bestens, um das Gesicht deines Hundes sanft zu reinigen.

4. Handtücher: Halte mehrere Handtücher bereit, da Hunde oft mehr als eines benötigen, um trocken zu werden.

5. Optional ein Hundebademantel: Damit der Hund schnell wieder trocken wird.


Alle Utensilien im Voraus bereitzulegen, sorgt für einen ruhigen und reibungslosen Ablauf.


Deinen Hund mental vorbereiten

Um deinen Hund mental auf das Baden einzustimmen, helfen vor allem Ruhe und Geduld. Beginne damit, eine positive Verknüpfung mit dem Baden aufzubauen. Lob und hochwertige Leckerchen sind dabei sehr hilfreiche Werkzeuge.


• Umgang mit Berührungen üben: Bevor es ans Baden geht, hilf deinem Hund, sich generell an Berührungen zu gewöhnen. Streichele verschiedene Körperbereiche – Brust, Schultern, Seiten und Rücken – und arbeite dich langsam zu Beinen, Pfoten und empfindlicheren Stellen vor. Gehe Schritt für Schritt vor und belohne ruhiges Verhalten mit Lob und hochwertigen Leckerchen. So entstehen positive Verknüpfungen, und dein Hund bleibt entspannter, wenn du ihn während des Badens dort berührst. Zusätzliche Unterstützung bieten die Schritt-für-Schritt-Videos zum Thema Medical Training in der DOGLi-App.

• Langsam heranführen: Lass deinen Hund den Waschbereich in Ruhe erkunden, bevor Wasser ins Spiel kommt.

• Belohnungen einsetzen: Bestärke ruhiges Verhalten mit Leckerchen und ruhigem Lob, damit dein Hund das Baden mit positiven Erfahrungen verknüpft..

• Schleckmatte mit Saugnäpfen nutzen: Streiche weiches Futter (z. B. Nassfutter oder für Hunde geeigneten Joghurt) auf eine Schleckmatte und befestige sie an der Wand der Wanne oder Dusche. Das Lecken wirkt von Natur aus beruhigend und bietet deinem Hund während des Badens eine angenehme Beschäftigung.

• Selbst ruhig bleiben: Deine eigene Ausstrahlung beeinflusst die Stimmung deines Hundes massgeblich.


Wenn der Stresspegel gesenkt wird, steigt die Kooperationsbereitschaft deines Hundes und das Baden wird für euch beide einfacher.



Das eigentliche Baden

Jetzt geht es ans Waschen selbst. Mit einer ruhigen, durchdachten Vorgehensweise wird dein Hund gründlich sauber, während Stress und Unwohlsein möglichst gering bleiben.


Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Baden


1. Hund gründlich anfeuchten: Verwende lauwarmes Wasser mit sanftem Wasserdruck, um das Fell bis auf die Haut zu durchnässen. Gesicht und Ohren dabei aussparen.

2. Shampoo auftragen: Beginne am Hals und arbeite dich nach unten vor. Arbeite das Shampoo sanft ins Fell ein und vermeide starkes Reiben, da nasses Fell schneller verknotet. Achte darauf, dass kein Shampoo in Augen oder Ohren gelangt.

Ein brauner Hund wird in einer Dusche gebadet. Hände mit Seife reiben das Fell ein. Der Hintergrund ist weiß und schlicht. Der Hund schaut ruhig.

3. Gründlich ausspülen: Spüle das Fell sorgfältig aus, bis keine Rückstände mehr vorhanden sind, da diese sonst die Haut reizen könnten.

4. Sanft trocknen: Verwende Handtücher, um das überschüssige Wasser aus dem Fell zu drücken.

5. Hundebademantel nutzen: Ein Hundebademantel kann nach dem Abtrocknen helfen, Restfeuchtigkeit aufzunehmen und deinen Hund warm zu halten, während das Fell weiter trocknet.


Empfindliche Bereiche

Beim Waschen empfindlicher Stellen wie Gesicht und Ohren ist besondere Vorsicht geboten:


• Gesicht: Reinige das Gesicht mit einem feuchten Waschlappen statt mit direktem Wasserstrahl.

• Ohren: Achte darauf, dass kein Wasser in den Gehörgang gelangt. Reinige vorsichtig nur den äusseren Bereich mit einem feuchten Tuch.

• Augen: Sei extrem vorsichtig, damit kein Shampoo in die Augen gelangt.


Durch diese Rücksichtnahme bleibt dein Hund während des Badens deutlich entspannter.



Nach dem Bad – Trocknen und Fellpflege

Das richtige Trocknen und die anschliessende Pflege sind wichtig, um die Fellgesundheit und Sauberkeit langfristig zu erhalten.


Tipps zum Trocknen


• Mit dem Schütteln rechnen: Fast alle Hunde schütteln sich instinktiv, um das Wasser loszuwerden. Das ist völlig normal – halte einfach etwas Abstand, wenn du selbst trocken bleiben willst.

Hund in blauem Halsband beim Baden. Wasser spritzt, Metallhintergrund. Person mit blauen Handschuhen hält Duschkopf. Fröhliche Stimmung.

• Zuerst mit dem Handtuch trocknen: Verwende saugfähige Handtücher, um die Feuchtigkeit sanft aus dem Fell zu drücken. Vermeide starkes Rubbeln, da dies Verfilzungen begünstigen kann.

• Hundebademantel nutzen: Ein Hundebademantel ist eine sehr praktische Hilfe nach dem Abtrocknen. Er nimmt Restfeuchtigkeit auf, hält deinen Hund warm – besonders bei kühleren Temperaturen oder bei Hunden, die leicht frieren – und hält gleichzeitig Auto und Wohnung sauber.

• Anschliessend in Ruhe nachtrocknen lassen: Mit oder ohne Bademantel können viele Hunde in einer warmen, zugfreien Umgebung an der Luft fertig trocknen.

• Föhn wirklich nur bei Bedarf: Viele Hunde empfinden einen Föhn als unangenehm, zudem kann die Hitze die Haut reizen. Falls du einen Föhn nutzt, halte viel Abstand, meide den Kopfbereich und wähle eine niedrige, angenehme Temperatur.

Ein nasser Corgi, in ein blaues Handtuch gewickelt, schaut fröhlich in die Kamera. Hintergrund: Fliesen in Grün- und Blautönen.

Bedeutung der Fellpflege nach dem Bad

Dazu gehört das Bürsten sowie die Kontrolle auf Hautveränderungen:


• Bürsten: Hilft, Verfilzungen zu vermeiden und unterstützt ein gesundes Fellbild.

• Kontrollieren: Achte beim Pflegen auf Anzeichen von Hautreizungen oder Parasiten.

• Schneiden: Falls nötig, können überstehende Haare oder die Krallen jetzt gekürzt werden.



Abschliessende Gedanken

Eine ruhige, gut vorbereitete Bade-Routine kann mehr als nur sauber machen. Sie unterstützt die Hautgesundheit, hilft dir, kleine Veränderungen frühzeitig zu bemerken, und stärkt durch den positiven Umgang das Vertrauen deines Hundes. Mit der richtigen Herangehensweise wird das Baden zu einer entspannten Alltagssituation, die euch beiden sogar Spass machen kann.


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